Paulaner Salvator Nockherberg

Salvator - Da wir im katholischen Bayern wohnen, gehen wir zum Fasten auf den Nockherberg. Die Wallfahrt auf den heiligen Berg zum »Salvator«, wie der Münchner zu sagen pflegt, gehört zum Münchner Jahresablauf wie der Fasching und das Oktoberfest. Die sogenannte »Münchner 5. Jahreszeit« dauert 17 Tage und beginnt meist Anfang / Mitte März. Für den klösterlichen Hausbedarf hatten die Paulaner Mönche schon ab 1634 Bier gebraut. Ihre Ordensregel erlaubte ihnen generell nur so karge Nahrung, dass sie vor allem während der verschärften Kasteiung in den Fastenzeiten dringend »flüssiges Brot« zur Stärkung brauchten. Um die Klosterkasse aufzufüllen, verkauften sie nach und nach ihr begehrtes Bier auch außer Haus. Jeweils im März schenkten sie zu Ehren ihres Ordensgründers am Nockherberg ein besonders starkes Bier aus: den späteren »Salvator«. Der Salvator - Urvater aller Starkbiere, eben das Original. Mit seinem kräftigen, typisch malzigen Geschmack ist sozusagen das Ur-Paulaner. Das untergärige Doppelbock-Bier vereint feinsten Hopfen und dunkles Gerstenmalz. Den Paulanermönchen diente es in der Fastenzeit als »flüssige Nahrung«. Berühmtester Braumeister war Frater Barnabas, seine ursprünglichen Rezeptur wurde bis heute so gut wie nicht verändert. Stammwürze:18,3 %, Alkohol 7,5%, Kalorien 70,6 kcal/100 ml. Der Salvator wird während des Starkbierfestes traditionell im 1 Liter Steinkrug, dem Keferloher, ausgeschenkt. Zum Wohl!

Paulaner am Nockherberg Hochstr. 77 in München